Ortshandwerkerschaft-Seite 30 - Norderney - Chronik einer Insel

Insel Norderney
53° 42' 26" N 7° 9' 22" E
Norderney - Chronik einer Insel
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100 Jahre Ortshandwerkerschaft Norderney - Seite 30

Ortshandwerkerschaft Norderney

"Die selbständigen Handwerker der Insel Norderney, die durch die geographische Lage in vieler Hinsicht gegenüber ihren Kollegen auf dem Festland benachteiligt sind...", vereinigten sich 1949 zur "Ortshandwerkerschaft Norderney". Ihre Ziele: Pflege des handwerklichen Gemeingeistes und Gedankenaustausches, Mitwirkung bei den das Handwerk berührenden Fragen und Maßnahmen örtlicher Behörden, Behörden und übergeordnete berufsständische Körperschaften zu unterstützen, Beratung und Unterstützung der Mitglieder in rechtlichen, handwerkspolitischen oder sonstigen Angelegenheiten. "Die Mitgliedschaft können alle in der Handwerksrolle bei der Handwerkskammer für Ostfriesland getragenen Handwerker oder handwerksähnlichen Betriebe erwerben, die ihren Betriebnsitz auf Norderney haben" (Satzung der OHN). Erster und langjähriger Ortshandwerkermeister war der Schmied Herbert Bodenstab (bis 1966), ihm folgten Christian Eberhardt (bis 1977), Bonno Eberhardt (bis 1992) und Theo Kluin. Dem 1995 gewählten Vorstand gehören neben Theo Kluin auch Herbert Motzkus (stellv. Ortshandwerkermeister), Andreas Bodenstab (Kasse und Schriftführung) und Jochen König (stellv. Kassenwart uud Schriftführer) an. 1997 waren von 72 Norderneyer Handwerksbetrieben fünfzig Betriebe in der Ortshandwerkerschaft vertreten.

Das Handwerk auf Norderney hat sich in den zurückliegenden 100 Jahren gewandelt: Die Branchen der Schuhmacher, Schneider, Sattler, Seiler und Segelmacher u.a. mußten der Fabrikware weichen bzw. unterlagen dem Strukturwandel und den veränderten Wettbewerbsbedingungen. Demgegenüber hat die technische Entwicklung neue Branchen entstehen lassen. Die Zahl der Handwerksbetriebe hat sich zwar im Vergleich mit den "goldenen Zeiten für das Handwerk" um mehr als die Hälfte verringert, die Anforderungen an das Handwerk sind aber gestiegen. Das insulare Handwerk wird sich auch weiterhin den wirtschaltlichen und produktionstechnischen Veränderungen anpassen müssen, um daraus Existenzchancen zu entwickeln. Ein zukunflsorientiertes Handwerk auf der Insel wird auf eine berufsständische Organisation nicht verzichten können.
Manfred Bütje
(Stadtarchiv Norderney)
Chronik der Insel - Ortshandwerker (Seite 30)
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