NLWKN - Seite012 - Norderney - Chronik einer Insel

Insel Norderney
53° 42' 26" N 7° 9' 22" E
Norderney - Chronik einer Insel
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Norderney - Chronik einer Insel
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Seite 12
Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Artikel aus Klimaänderung und Küstenschutz - Inselschutz in Niedersachsen von Frank Thorenz

Langfristig negative Sedimentbilanz

Durch massive Bauwerke geschützte Bereiche

Bereits im Jahr 1857/58 wurde auf Norderney begonnen, langfristig auftretenden Erosionen der Randdünen und der Strände an der Westseite der Insel durch den Bau von massiven Schutzbauwerken wie Deckwerken und Buhnen zu begegnen. Die ursächlichen hydromorphologischen Prozesse und die Wechselwirkungen von Bauwerken mit diesen waren damals noch weitgehend unbekannt. An den Westköpfen aller Inseln mit Ausnahme von Langeoog und Juist sind bis Ende des 19. Jahrhunderts schwere Inselschutzanlagen errichtet worden. Diese sind in der Folgezeit auf Grund fortschreitender Erosion und Sturmflutschäden kontinuierlich in Küstenlängs- und Querrichtung erweitert und verändert worden. Sie stellen heute den Sturmflutschutz für die inselseitig meist unmittelbar angrenzenden intensiv genutzten Siedlungsbereiche dar. Ziel ist es, die Anlagen zu erhalten und ggf. neuesten technischen Erkenntnissen anzupassen. Hierfür steht teilweise nur ein sehr beschränkter Raum seeseitig der vorhandenen Bebauung zur Verfügung. Dieser ist als Küstenschutzanlage gewidmet und darf nur zu Zwecken des Küstenschutzes genutzt werden. Andere Nutzungen unterliegen den strengen Genehmigungsvorbehalten des NDG. Die abschnittsweise sehr beengten Platzverhältnisse am Westkopf der Insel Norderney erfordern zur Verstärkung des Deckwerkes aufwendige Sonderkonstruktionen. Dieses unterstreicht die Notwendigkeit einer Vorhaltung von Planungsräumen für zukünftige Küstenschutzmaßnahmen.

Ergänzend werden am Westkopf der Insel Norderney Strandaufspülungen zur Sicherung der Bauwerke durchgeführt, wenn ein Mindeststrandvolumen unterschritten wird. Insgesamt sind seit 1951 10 Strandaufspülungen mit einem Gesamtvolumen von 4,7 Mio. Kubikmeter umgesetzt worden. Die jährliche Sedimentverlustrate beträgt für diesen Bereich im Mittel ca. 100.000 Kubikmeter.
Chronik der Insel - Küstenschutz NLWKN
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