Bronzene Seehunde - Norderney - Chronik einer Insel

Insel Norderney
53° 42' 26" N 7° 9' 22" E
Norderney - Chronik einer Insel
Das Jahr 1398
Das Jahr 1797
Das Jahr 1849
Das Jahr 1862
Das Jahr 1873
Das Jahr 1948
Das aktuelle Jahr
Flagge
Norderney - Chronik einer Insel
Logo der Chronik
Direkt zum Seiteninhalt
Kunst/Kultur/Musik | Kunst | Skulpturen | Bronzene Seehunde
Bronzene Seehunde in der Poststrasse
Bericht erschienen im Ostfriesischen Kurier am 30.03.2013 (Seite 17)

Ostern 1983 kamen die Tiere nach Norderney Namen damals per Wettbewerb vergeben.

Zwischen der evangelischen Inselkirche und dem historischen Postgebäude tummelt sich in der Poststraße eine bronzene Seehundfamilie. Die lebensgroßen Skulpturen wurden von dem inzwischen verstorbenen Großenknetener Künstler Peter Lehmann im Auftrag der Stadt Norderney zwischen 1981 und 1983 geschaffen und ziemlich genau vor 30 Jahren zum Osterfest in Anwesenheit des Bildhauers auf einer sandbankförmigen Erhebung aufgestellt.

Seitdem erfreuen die liebenswerten Gesellen, die in diesem Jahr zu Ostern quasi ihren 30. Inselgeburtstag feiern, besonders die Kinder der Einwohner und der Gäste, die die kleine Robbenfamilie schnell in ihre Herzen geschlossen haben. Was lag seinerzeit also näher, als den Skulpturen Namen zu geben?

Im Sommer des gleichen Jahres versprach der damalige Kaudirektor Helmut Hottendorf im Verlauf einer Radiosendung über Norderney, dass man sich entschlossen habe, in Zusammenarbeit mit der Stadt einen Namenwettbewerb für die drei putzigen Tiere zu veranstalten. Dabei wurde Wert darauf gelegt, einprägsame und auch inselbezogene Namen für die maritime Tiergruppe zu finden. Willkommen sei jeder Vorschlag, der diese "lebensgroßen Gesellen zum Anfassen" noch liebenswerter mache, hieß es damals in einer Presseveröffentlichung. Ausgelobt wurde ein einwöchiger Inselurlaub.

230 Norderneyer und Inselgäste beteiligten sich mit insgesamt 232 Vorschlägen. An der Spitze der Ideen mit 40 Nennungen lag schließlich der Name "Robby" für den Seehundvater, gefolgt von Molly für das Muttertier (14-mal) und Nordy für das Robbenbaby (13-mal).

Seitdem locken Robby, Molly und Nordy den Nachwuchs zum Spielen, während sich die Erwachsenen auf den rundum aufgestellten Bänken eine kleine Erholungspause gönnen. Nicht selten entsteht dabei natürlich so manches Erinnerungsfoto von den eigenen Sprösslingen, die auch immer wieder gern auf den drei bronzenen Tieren Probe sitzen. Denn wer kann schon von sich behaupten, schon einmal auf einem Seehund geritten zu sein?
Chronik der Insel - Bronzene Seehunde
Zurück zum Seiteninhalt
counter.de