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Kinderheim Warburg-Höxter
Das heutige Bild zeigt das ehemalige Kinderheim Warburg-Höxter an der Jann-Berghaus-Straße, heute Haus Klipper.
Es ist eine Ansichtskarte aus den 1920er-Jahren. Im Altbau, welcher auch nach umfangreichen Umbau- und
Modernisierungsmaßnahmen in 2013 erhalten blieb, befand sich seit den 1890er-Jahren die Dampf-Wasch- und
Chemische Reinigungsanstalt Norderney AG. Nach 1912 gehörte sie zum Unternehmen Reingold von Adolf de Beer
in Oldenburg. Während des Ersten Weltkrieges wurde in der Waschanstalt die Wäsche der auf Norderney stationierten
Soldaten gewaschen. De Beer verkaufte im August 1921 den Gebäudekomplex der Waschanstalt an den Landkreis
Warburg, der darin ein Kinderheim für zunächst 70 Kinder einrichtete. An dem Heim war von 1924 bis 1962 auch der Kreis
Höxter beteiligt. Den östlichen Bereich der Waschanstalt erwarb der Bauunternehmer Arend Baumann, der in den vorhandenen
Gebäuden seinen Bauhof einrichtete und auf dem Grundstück ein Wohnhaus baute. Anfang der 1930er-Jahre verkaufte
Baumann das Grundstück mit Gebäude an den Spediteur Johann Fischer. 2005 wurde das ehemalige Kinderheim in ein
Gästehaus für Kinder- und Jugendgruppen umgewandelt, welches 2013 nach dem Abriss älterer Gebäudeteile neu
eröffnet wurde. (Recherche: Manfred Bätje)

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Quelle: www.norderney-chronik.deLogo der Chronik© 2002-2018 H.-H. BartyZum Seitenanfang