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Seite 17

Freiwillige Feuerwehr der Stadt Norderney von 1884/5 - 1985

Am 24. April 1951 - Großalarm - die Mühle brennt!

Am 24. April 1951 - Großalarm - die Mühle brennt!

Nur wenige Tage, nachdem von jugendlicher Frevlerhand ein falscher Alarm ausgelöst worden war, schreckte gegen 16.30 Uhr die Sirene abermals jung und alt auf. Dieses Mal war es jedoch bitterer Ernst, denn bereits in die ersten Heultöne mischte sich der Schreckensruf: "Die Mühle brennt!"

Obwohl die Löschfahrzeuge bereits fünf Minuten nach dem sofort gegebenen Großalarm an der Brandstätte eintrafen, bildete das altvertraute Inselwahrzeichen in Sekundenschnelle eine einzige Rauch- und Flammensäule, die drohend über der Stadt hing.

Im konzentrischen Angriff begannen die von Angehörigen der britischen Militärfeuerwehr unterstützten Wehrmänner das aussichtslos erscheinende Unterfangen, der entfesselten Elemente Herr zu werden. Unter Einsatz von 11 C-Rohren gelang es gegen 17 Uhr ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern, nachdem die Bewohner des benachbart gelegenen AWO-Erholungsheimes bereits damit begonnen hatten, die Teerdächer ihrer Baracken mit Wasser zu benetzen. Obwohl die schweren Motorpumpen unablässig ihre Wassermassen gegen das Flammenmeer schleuderten, gelang es erst nach längerer Zeit, die große Magirus-Leiter zum Einsatz zu bringen, um eine wirkungsvolle Brandbekämpfung auch von oben herab zu ermöglichen. Vor allem galt es hier, das wertvolle Mühlentriebwerk soweit wie möglich vor weiterer Vernichtung zu schützen. Nun auch vom Mühlenkopf aus bekämpft, begannen die Flammen endgültig in sich zusammen zu fallen, obwohl immer wieder kleinere Brandherde an den verschiedensten Stellen aufglimmten und die Rauchentwicklung teilweise noch zuzunehmen schien. Dank ständig weiterer Bemühungen konnte gegen 17.45 Uhr bereits das Signal "Wasser halt" gegeben werden.

Den nach Beendigung ihres vorbildlichen Einsatzes durchweg völlig durchnäßt und rauchgeschwärzt angetretenen Wehrmännern sprach Stadtbrandmeister Johann Extra sein uneingeschränktes Lob aus.

Auch nach übereinstimmender Auffassung aller Brandsachverständiger muß es als eine große Leistung der Norderneyer Freiwilligen Feuerwehr bezeichnet werden, einen derartigen Brand, der sich beim Eintreffen der Löschmannschaften in fortgeschrittenem Stadium befand, in so rascher Zeit erfolgreich zu bekämpfen. Es gilt durchweg, auch auf dem Festland, als feststehend, daß für brennende Mühlen keinerlei Rettungsmöglichkeit besteht.

Die zurückgelassene Brandwache mußte im Verlaufe des gestrigen Abends noch wiederholt, letztmalig um 21.30 Uhr, eingreifen und konnte erst heute morgen gegen 7 Uhr eingezogen werden. Mit der zum Skelett ausgebrannten Mühle verliert Norderney ein bereits 1861 errichtetes Bauwerk, das dank seiner Besonderheit unter Denkmalschutz stand. Der Sachschaden dürfte umso höher sein, als der Bau von Windmühlen einem nahezu vergessenen Gewerbe obliegt.

Brandursache sollen Reparaturarbeiten an der Blitzableiteranlage gewesen sein.


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