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Insel Norderney

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Kinderleben - Seehospiz Kaiserin Friedrich zu Norderney (1904)

Die großen Fünfer-Mädchen sind inzwischen hinter der Hospizhöhe am Kirchhof entlang gegangen, dann au fer Straße bei der Gastanstalt vorbeigezogen, wo von ferne verlockend der hohe Leuchtturm herüberwinkt. Manches von den Mädchen, die nun in eifrigen Geplauder Arm in Arm spazieren, möchte wohl auch einmal dorthin, doch ein Ausflug zum Leuchtturm ist eine Art Fest, das nur hin und wieder einmal gefeiert wird. Heute aber ist das Ziel das Wäldchen bei der Meierei. Das ist ein so besonders trauliches Plätzchen! Da liegt es sich, vor Wind geschützt, von den nicht hohen, aber laubreichen Bäumen beschattet, so schön! Da läßt es sich auch gut spielen oder Dünenblümchen pflücken und in der Meierei hinter dem Denkmal mit seinen merkwürdigen Inschriften in der Schaukel sitzen. Auf dem Rückweg geht‘s dann über die Dünen durch Täler und über Dünenrücken fort. Auf der höchsten Düne wird wohl einmal Rast gemacht. Da schaut man aufs weite Meer mit den Dampfern am Horizont, auf der andern Seite jenseits des Watts aufs Festland, das so deutlich erschein, daß einige sogar in Norddeich den Dampfer, mit dem sie gekommen, zu sehen vermeinen. Und zwischen Watt und Meer, in die Dünen eingebettet, liegt das liebe Seehospiz und dicht dabei der alte Turm, der in der Hospizsprache die "Kaffeemühle" heißt. Dann geht‘s hinab die Dünen herunter; einige laufen um die Wette, wer zuerst unten ankommt, andere legen sich an den Abhang und lassen sich dann herabrollen. Wieder andere entdecken schöne zierliche Dünenrosen und schmücken ihren Hut mit Dünendisteln. Wie die Mädchen dann heimkeren, sehen sie vom Strand einen anderen Pavillon kommen.

Es sind die Jungen, die im Orte gewesen und dann am Steindamm spaziert sind. Die waren heute zu allerletzt ausgezogen; vor dem Spaziergang hatten sie "Stiefelparade" gehabt: jeder hat sein Schuzeug holen müssen, alle hatten sich in einer Reihe aufgestellt, dann hatte Schwester Annemarie, die Pavillonschwester, alle Stiefeln und Schuhe nachgesehen; was entzwei war, wurde eingepackt und kaum zum Schuster. Nach der Stiefelparade waren denn auch diese Jungen fortgegangen.


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