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Freiwillige Feuerwehr der Stadt Norderney von 1884/5 - 1985

Leider hat das Interesse für die Wehr bei vielen Kameraden in den Nachkriegsjahren stark nachgelassen, viele Kameraden, die vom Wehrdienst entlassen waren, meldeten sich überhaupt nicht wieder zum Dienst, bei den Übungen fehlten meistens 50 Prozent der Kameraden, ja bei Einladungen der gesamten Wehr waren kaum so viel Kameraden zur Stelle, um zwei Geräte zu besetzen. Um die Wehr nicht vollständig zu zerschlagen, haben wir einige Kameraden, die überhaupt nicht kamen, ja nicht einmal ihre Ausrüstung abholten, ausschließen müssen.

Abgehalten wurden in der Nachkriegszeit 55 Übungen, zweimal wurde die Wehr durch die Kommandanten der englischen Militärregierung alarmiert. Eingesetzt wurde die Wehr in dieser Zeit 17 mal bei Schadenfeuer und 5 mal zum Leerpumpen von Kellern und Fahrzeugen im Hafen. Zweimal wurden die Geräte durch Offiziere der Militärregierung besichtigt, einmal durch Herrn Capitän Smidt und einmal durch Colonell Curtis, in dessen Begleitung sich Herr Oberbrandrat Heimberg und Bezirksbrandmeister Christmann befanden. Alle äußerten sich anerkennend über die vorhandenen Geräte und vor allem über den guten Zustand, in dem sich die Geräte befinden.

Wenn ich heute zurückdenke an die Zeit meines Eintrittes in die Wehr, dann kann ich mit Befriedigung feststellen, daß wir alles getan haben, um die Wehr feuertechnisch auf den höchsten Stand zu bringen. Hierbei hat die Gemeindevertretung immer volles Verständnis bei unseren Anträgen gezeigt und stets die Mittel dazu bewilligt. Wenn in früheren Jahren um jede Schlauchlänge gekämpft werden mußte, so wurde das im Laufe der Jahre doch immer besser und so wurde es uns in diesem Jahre auch noch möglich, die Kraftfahrdrehleiter zu beschaffen. Trotz aller Währungsschwierigkeiten wurde dieselbe von der Firma Magirus doch noch geliefert. Bei der Verteilung der im Kriege gelieferten reichseigenen Fahrzeuge hat man uns zwar vollständig übersehen, aber die Wehr hat aus eigener Initiative mit Hilfe der Gemeinde die Anschaffungen durchgesetzt und steht heute mit ihrem Gerätepark hinter keiner Wehr der engeren Heimat zurück. Leider scheint man aber doch noch kein rechtes Vertrauen zu unserer Tätigkeit zu besitzen, wie die Einrichtung einer kleinen Berufswehr auf dem alten Fliegerhorst zeigt. Ob diese Gruppe nun allein den Feuerschutz der beschlagnahmten Gebäude übernehmen soll, ist mir nicht bekannt. Wir wollen uns in Zukunft durch diese Einrichtung in unserer Arbeit nicht stören lassen, sondern weiterhin unsere freiwillig übernommene Pflicht erfüllen, zum Segen unserer Heimatinsel.


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