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Freiwillige Feuerwehr der Stadt Norderney von 1884/5 - 1985

Löschwasserversorgung

Der Brand Cornelius 1884, der die Gründung der Feuerwehr Norderney auslöste, wurde von vielen Helfern mittels einer Eimerkette vom Strand her mit Salzwasser bekämpft. Eine Wasserleitung gab es noch nicht, und die Häuser versorgten sich mit Brauch- und Trinkwasser aus Backen (Regenwasserbehälter) und Brunnen (Grundwasser) selbst.

"Ein großes Übel war, daß wir keine Wasserleitung hatten", so wörtlich ein Chronist. Auch mit sechs vom Bauunternehmer Balzersen gebauten Brunnen war der Mangel noch nicht behoben. Diese im Straßenbereich angelegten gemauerten Grundwassersammelbehälter befanden sich am Denkmal, in der Brunnenstraße, beim Rheinischen Hof, in der Kreuzstraße, Kampstraße und beim Schuchardts Hotel.

Zu Übungszwecken wird der Behälter am Denkmal noch hin und wieder in Betrieb genommen. Er läßt sich heute vom Wassernetz aus füllen, eine nutzlose Maßnahme und ein Umweg, denn eine direkte Wasserentnahme über Hydranten ist allemal besser.

Als Norderney ein Wasserwerk und ein Leitungsnetz bekam, war das Problem der Löschwasserversorgung endgültig gelöst. Der erste Wasserbehälter war und ist auch heute noch, auf der Georgshöhe. Die Belüftungspilze auf dieser höchsten Erhebung in Ortsnähe waren für Kinder beliebte Sitzgelegenheiten (Porgstoolen). Mit dem Bau immer höherer Häuser wurden auch höhere Drücke notwendig. So mußte, bevor der heutige Wasserturm entstand, ein Turm neben dem Kap gebaut werden, der aber auch bald den Ansprüchen nicht mehr genügte.

Wasserturm mit Kap

Die Fundamente auf der Kapdüne sind noch vorhanden.

Im Zuge der Militärbauten entstanden eine Reihe leistungsfähiger Mantelhydranten im Bereich der Mühlenkasernen und ehemaligen Flugzeughallen und in der Siedlung viele Überflurhydranten. Nach dem Krieg wurde das Hydrantennetz ständig erweitert. Heute sind auch die Domänen, die Häuser am Leuchtturm und das Restaurant "Weiße Düne" versorgt. Im Krieg wurden zusätzlich mehrere Tiefbrunnen gebohrt, die im Notfall Wasser liefern sollten. Auch heute will man nicht darauf verzichten. Im Gegenteil. Es wurden noch drei weitere angelegt beim Kurtheater, am Leuchtturm und am Campingplatz "Um Ost". Sie können von den Feuerwehrpumpen angesaugt werden und liefern dann kontinuierlich je etwa 600 l Wasser pro Minute.

Auch die drei Löschteiche bei den Domänen sollen für Notfälle erhalten bleiben. Der östlichste ist, im Gegensatz zu den beiden anderen, nicht künstlich angelegt, sondern ein ehemaliger "Sloop", ein durch die Eindeichung stillgelegter Meeresarm. Dieser Löschteich hat eine Besonderheit: er läßt sich nicht leerpumpen. Sein Grundwasserzufluß scheint unerschöpflich zu sein.

Darüberhinaus stehen bei totalem Versagen der Wasserleitung die Napoleonschanze und der ehemalige Gondelteich im neuen Kurpark als Reservoire zur Verfügung, jedoch würden die Schläuche nicht ausreichen, das Stadtgebiet gänzlich mit Löschwasser zu versorgen. Dann müßten die Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr das Wasser heranschaffen. Zu allerletzt, eine oft gestellte Frage, bliebe die Versorgung aus dem größten Löschteich der Welt, der offenen See.


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