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Insel Norderney

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Seite 38

Kinderleben - Seehospiz Kaiserin Friedrich zu Norderney (1904)

Der Stil ist oft nicht gerade der allerbeste und auch mit der Orthographie hapert es zuweilen sehr. So schreiben zum Beispiel ein Junge an seinen Lehrer:

Geherter Herr! Ich befinde mir jetz, wie sie hier sehen, im Seehospiz Habiljon (oder gar: Pavian!) IV bei Schwester Marijane. Es geht mir jetz gans gut, hoffentlich auch ihnen. Besten Gruß von ihren Schüler Paul P.

Auch die Nachrichten an die Eltern zeichnen sich zumeist nicht durch große Manchfaltigkeit aus. Gewöhnlich heist es:

Liebe Eltern! Es geht mir gut, hoffentlich auch Euch. Ich bin gut angekommen. Bitte schickt mir etwas Geld, Hier ist es sehr schlechtes Wetter (- wenn es draußen auch noch so schön ist! -) Bitte schreibt mir bald wieder. Es grüßt Euer Sohn Max.

An solchen Karten sitzt man dann oft stundenlang und sinniert und kaut am Federhalter, wartet auf einen neuen Gedanken und wünscht, die Zeit wäre herum und man könnte erst wieder zum Speisesaal hinaus. Wer drum endlich mit seinem Brief oder seinen Karten fertig ist, bringt sie mit einem Gefühl der Erleichterung der Schwester. Diese liest alles noch einmal durch, und dann kommen die mehr oder minder geistvollen Erzeugnisse der Kinder zur Post. Jetzt sind beider gleich froh, die Kinder sowohl wie die Schwester. Nun dauerts doch wenigstens eine ganze Woche, bis der Schreibtag wieder da ist!


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