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Insel Norderney

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Seite 72

Kinderleben - Seehospiz Kaiserin Friedrich zu Norderney (1904)

Nun folgt das Hauptstück, ein großes vieraktiges "Rheinmärchen", in dem Jutta dem bösen Zauberer Ugo verfällt, aber durch die Liebe ihrer Freundin Ilse, und mit Hilfe der gütigen Lorley und ihrer Nixenschar und eines fröhlichen kleinen Zwergenvölkleins gerettet wird. Wohl hat es Mühe genug gekostet, das alles einzustudieren; aber nun machen die Mädchen ihre Sache auch recht niedlich, besonders Ilse, die ihre Nixenschwestern wiederfeindet, und die böse Hexe, die an ihrem Stocke umherhumpelt, und Lorley, die Nixenkönigin, mit langem goldigen Haar. Wie reizend sind auch die Szenen im Hause der Hexe, wo die Zwerglein der armen Ilse zum langgesuchten Ringe verhelfen und dann einen lustigen Tanz aufführen, oder das Bild, in dem die Winzerinnen zum Geburtstage Juttas Guirlanden flechten und dabei das Lob ihrer jungen Herrin fingen, und besonders die Szene am Loreleyfelsen, wo hoch auf der Klippe Königin Loreley steht und unter ihr die Nixen sich in sanftem Reigen winden, während leise wie aus weiter Ferne die Töne des alten Liedes erklingen: Ich weiß nicht, was soll es bedeuten! Zum Schluß vereinigen sich alle, Jutta, ihre Mutter, Ilse, die Loreley, die Hexe und der böse Ugo zusammen mit den Winzerinnen, Zwergen und Nixen zu einer rot umleuchtetem Apotheofe.

Dann schließt sich der Vorhang, und wieder tritt ein großer Knabe vor ihn und spricht einen Epilog, in welchem er für das Erscheinen dankt und allen ein frohes Wiedersehen im nächsten Jahre zuruft. Nun erhebt sich lauter Beifall, und Groß und Klein klatscht in die Hände, und mancher von den Jungen Künstlern, die sich nun zwischen die übrigen mischen, bekommt ein schmeichelhaftes Lob zu hören. Sie haben aber auch ihre Sache gut gemacht, und die Erwachsenen, die den Kindern die Stücke einstudiert haben, freuen sich, daß alles so nett geklappt hat. Nur tut es beinahe allen, namentlich den jungen Schauspielerinnen selbst, leid, daß es nun vorbei ist; denn diese Zeit der Vorbereitungen und Proben war doch gar schön, und noch wochenlang wird viel geredet und erzählt vom Kinderfest, und erst allmählich macht es neuen Ereignissen und neuen Freuden Platz.


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