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53° 42' 26" N 7° 8' 49 Flagge der Insel
Chronik einer Insel
Insel Norderney

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Wasserwerk und Wasserturm

Da die Geländeoberfläche der Insel über dem Meeresspiegel liegt, kann Niederschlagswasser in den Untergrund einsickern. Es verdrängt das dort befindliche Salzwasser und bildet einen natürlichen Süßwasserspeicher. Als Trinkwasser ist zunächst Grundwasser aus nicht sehr tiefen Brunnen geschöpft worden, dazu auch Regenwasser, welches von den Dächern in Zisternen lief. Nach 1850 konnte aufgrund steigender Gästezahlen sowie einer Zunahme der Inselbevölkerung auf diese Weise die Wasserversorgung nicht mehr sichergestellt werden - ebenso erwies sich die Abwasserbeseitigung als unzureichend. 1885 begonnene Vorarbeiten zum "Entwässerungs- und Wasserversorgungs-Project im Inseldorfe Norderney" brachten erste Erkenntnisse über den Wasserhaushalt; für die Abwasserbeseitungung wählte man ein Verfahren nach dem Vorbild der Berliner und der Danziger Schwemmkanalisation. Mit dem Bau der Betriebsanlagen und des Rohrnetzes wurde 1889 begonnen. Östlich des Ortes entstanden ein Betriebsgebäude mit Pumpenanlagen (betrieben von Hochdruckdampfmaschinen), das Sammelbassin der Kanalisation unmittelbar gegenüber. Eine hohe Konzentration von Schwefelwasserstoff im Wasser machten den Bau eines vierzehn Meter hohen Lüftungsturmes auf der Kapdüne erforderlich, von wo aus das Wasser in ein Reservoir in der Georgshöhe gepumpt wurde und über ein Verteilernetz in die Haushalte gelangte. Aus dem Sammelbassin - heute noch in Betrieb - wurden die Abwässer über Saugpumpen durch eine 1790 m lange Druckrohrleitung zu den Rieselfeldern bei der Meierei geleitet (heute zur Kläranlage).

Nach den Entwürfen von Baurat Eggerling, Aurich, wurde 1929 mit dem Bau eines Wasserturmes begonnen, der das seit vielen Jahren bestehende Problem eines zu geringen Wasserdruckes sowie der nicht ausreichenden Speicherkapazität beseitigte. Abmessungen: Turmhöhe vom Terrain bis Spitze: 41,6 Meter, Außenmaße: 11 x 11 Meter; Speicherkapazität des Hochbehälters: 500 Kubikmeter; Stufen bis zum Aussichtsraum: 205.

In dem alten Wasserwerk, ein unter Denkmalschutz stehender typischer Industriebau aus dem letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts, befinden sich heute Betriebseinrichtungen der Wirtschaftsbetriebe Norderney. Nach 2006 wird in einem Teil des Gebäudes das Museum Nordseeheilbad Norderney eine Galerie einrichten, wie in einem Geschoss des Wasserturmes eine Ausstellung über die Wassergewinnung und Wasserversorgung zu sehen sein wird. Ebenso soll der Wasserturm für Besucher geöffnet werden. Vom Aussichtsraum bietet sich ein weiter Blick über die Insel und das Wattenmeer - bis zur Insel Langeoog und zur holländischen Küste.


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