Zum Jahr1398Zum Jahr 1797Zum Jahr 1849Zum Jahr 1862Zum Jahr 1873Zum Jahr 1948Zum aktuellen Jahr PDF-Download Sitemap Hilfe

Klick Insel/Stadt | Insel und Küste | Bodenbeschaffenheit/Untergrund

Bodenbeschaffenheit / Untergrund

Bodenbeschaffenheit / Untergrund

Um 5600 v.Chr.Geb. war das Meeresniveau auf ca. - 20 m unter NN angestiegen und erreichte damit den Bereich der heutigen ostfriesischen Küste. Das Wattengebiet war wesentlich ausgedehnter, erstreckte sich weit nach Norden und war von breiten Entwässerungsrinnen durchzogen. Die Basistorfe wurden von mehreren Metern Schlick der Barlt-Schicht bedeckt. Nachdem um 4200 v.Chr. Geb. das Meer bis auf ca. - 8 m unter NN angestiegen war, setzte ein scheinbarer Stillstand ein. Die verlandeten Teile bestockten sich mit Schilfmooren.

Aber ein neuer Meeresspiegelanstieg überschlickte diese Niederungsmoore, aus denen die heutigen Dargschichten wurden. Weitere Geestflächen wurden überschwemmt. Erst um 2900 v.Chr.Geb. kam es zu einer erneuten Stillstandphase; der Meeresspiegel lag jetzt bei - 5 m unter NN. Die Kleisedimente der Eesch-Schicht weisen eine Mächtigkeit von rund 3 m auf. Auf dieser konnte wieder Niederungsmoor wachsen. Eesch- und Barl-Schicht bilden zusammen die Baltrum-Schichten.

Neue Überflutungen setzten ein und drangen bis nahe an den heutigen Geestrand vor. Die Moore wurden von ca. 3 m dicken Schlickablagerungen bedeckt, der Fiel- und der Husum-Schicht, die zusammen als Dornum-Schichten bezeichnet werden. Nachdem das Meeresniveau bis auf - 2,5 m unter NN angestiegen war, setzte anscheinend eine längere Stillstandsphase ein. Die Moore schoben sich weit nach Norden vor, stellenweise sogar bis nördlich vor die heutige Inselkette. Um 1700 v.Chr.Geb. erreichte das Moorwachstum seinen Höhepunkt.

Wieder kam es zu einem Anstieg der Nordsee, der Wattenraum wurde immer mehr nach Süden hin verkleinert. Die Strömungsgeschwindigkeiten im Wattenbereich stiegen daher an, so daß in den Ablagerungen die sandige Komponente immer stärker hervortrat. Es wurden die Meldorf-Schicht und die Schwabstedt-Schicht abgelagert, die beide durch eine Niederungsmoorzone getrennt werden und zusammen die Midlum-Schichten bilden. Damit war der Aufbau der heutigen Marsch im wesentlichen abgeschlossen. In der folgenden Stillstandsphase, die von etwa 300 v.Chr.Geb. bis etwa 100 n.Chr.Geb. dauerte, setzten sich die Schlickablagerungen, die Bodenbildung begann, das Watt wurde zur Marsch.

 Bodenbeschaffenheit / Untergrund Logo der Chronik© 2002-2018 H.-H. Barty Zum Seitenanfang