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53° 42' 26" N 7° 8' 49 Flagge der Insel
Chronik einer Insel
Insel Norderney

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Die Entwicklung der Dünen

Die Ostfriesischen Inseln bestehen im Gegensatz zu den Nordfriesischen Inseln an der schleswig-holsteinischen Westküste nicht aus Teilen ehemaligen Festlandes, sondern sie sind in erdgeschichtlich noch sehr junger Zeit als reine Düneninseln aus dem Meere entstanden. Die Tideströmung und vor allem die Brandung auf der äußeren Kante des Wattsockels haben den von West nach Ost mitgeführten Sand zu Platen und zu strandwallartigen Gebilden aufgeworfen. Von dort hat der Wind den Sand fortgetragen und nach Ansiedlung der ersten Dünenpflanzen allmählich zu Düneninseln geformt.

Die Inseln sind dem durch Wasser und Wind verursachten dynamischen Prozeß von Abbruch und Anlandung ständig ausgesetzt. Wenn Strand und Platen trockenfallen, setzt bei stärkerem Wind der äolische Transport des Sandes ein, der die Strandflächen aufhöht und sich hinter Hindernissen ablagert.

Wenn sich der Strand so erhöht hat, daß der Salzgehalt des Bodenwassers unter zwei Prozent fällt, kann als erste Pflanze die Strandquecke (Agropyron junceum) Fuß fassen. Gleichzeitig siedeln sich insbesondere in Treibselablagerungen der Meersenf (Cakile maritima) und das Kali-Salzkraut (Salsola kali) an. Diese Pflanzen vertragen noch gelegentliche Salzwasserüberflutungen. Aber nicht nur die geringeren Salzwasserüberflutungen auf dem hohen Strand, sondern auch das vom Dünenfuß seewärts laufende Grundwasser aus der Süßwasserlinse führen zu immer stärkerer "Verdünnung" des Meerwassers (mit ursprünglich 3,2 Prozent Salzgehalt).

Die ersten Pflanzen bewirken bereits eine gewisse Beruhigung und Verwirbelung des Windes und infolgedessen erste Sandablagerungen in Form eines sogenannten "Sandschwanzes", der sich bei weiterer Ausdehnung zum "Zungenhügel" entwickelt.

Die Strandquecke bildet lange Ausläufer, die zur Ausdehnung und Befestigung der Zungenhügel führen können, die sich am Strand weiter entwickeln bis zu etwa ein Meter hohen "Embryonaldünen".


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