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53° 42' 26" N 7° 8' 49 Flagge der Insel
Chronik einer Insel
Insel Norderney

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Nutzung des Deichvorlandes im Interesse des Küstenschutze

Bis zu 6.600 Ringelgänse (Branta bernicla) äsen inzwischen in den Frühjahrsmonaten auf den Salzwiesen der Leybucht. Das Deichvorland wird von alters her landwirtschaftlich genutzt. Heute dient die Nutzung des Deichvorlandes seiner Pflege und Erhaltung im Interesse des Küstenschutzes. Für viele Brutvögel und für die Äsung der Ringelgans kann auf ein beweidetes Deichvorland auch in Zukunft nicht verzichtet werden. Für andere Arten - wie beispielsweise für die wirbellose Fauna - wird vom Naturschutz gefordert, die Beweidung auf Teilflächen einzustellen.

Auf den Deichvorlandflächen weidet in Ostfriesland überwiegend Jungvieh. Die Grasnarbe von Deich und Vorland wird durch das weidende Jungvieh gleichermaßen gepflegt (kurz gehalten) und durch ihren Tritt gefestigt. Für viele kleine landwirtschaftliche Betriebe bedeutet die Weidemöglichkeit auf dem Deichvorland eine indirekte Betriebsaufstockung und letztlich die Existenzsicherung des Betriebes. Diese Beweidung aber dient gleichzeitig dem Küstenschutz. Bei der künftigen Nutzung der Deichvorländer soll eine ausgewogene Abstimmung zwischen den Interessen des Naturschutzes und des Küstenschutzes erarbeitet werden. Dabei darf das eindeutige Interesse aller Beteiligten an einer Erhaltung des in vielerlei Hinsicht äußerst wertvollen Deichvorlandes nicht aus dem Auge verloren werden.

Landung von Ringelgänsen in der Leybucht.Das Beweiden des Deichvorlandes verhindert einen übermäßigen Anfall von Teek (Treibsel aus dem Meer mit abgestorbenen Pflanzenteilen des Deichvorlandes). Der in den Sturmfluten im Herbst und Winter an den Deich gespülte Teek schädigt die Grasnarbe und damit die Widerstandsfähigkeit des Deiches erheblich. Seine Beseitigung ist mit großen Schwierigkeiten verbunden und verursacht hohe Kosten. Das in Personalunion geleitete Norder Doppelamt Bauamt für Küstenschutz/Domänenamt Norden hat in sechzigjähriger Erfahrung eine optimale Abstimmung von Nutzung und Pflege ermittelt: Ungefähr 1.375 Hektar Hellerflächen werden alljährlich durch Jungvieh extensiv beweidet.

Für das Jungvieh ist eine wehrhafte Einzäunung der Deiche und Deichvorländer ebenso notwendig wie die tägliche Aufsicht durch den Viehwart. Eine Beschilderung der Flächen als Jungviehweide gehört gleichermaßen dazu wie auch ein absolutes Hundeverbot. Dadurch werden die beweideten Salzwiesen vor menschlichen Störungen weitgehend absichert. Nach Aufgabe der Beweidung des Osthellers auf Norderney mit Ende der Weidesaison 1982 meldete der zuständige Norderneyer Naturschutzwart 1983 eine Häufung von Störungen auf dem zum Naturschutzgebiet gehörenden Heller durch umherstreifende Wanderer.

Höchstzahl der an der Leybucht rastenden und Nahrung suchenden Ringelgänse

Anzahl brütender Säbelschnäbler


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