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53° 42' 26" N 7° 8' 49 Flagge der Insel
Chronik einer Insel
Insel Norderney

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Teil 2

Norderney Kurier (Serie erschien vom 04.07.2014 - 06.03.2015)

Im Jahr 1913 ist Norderney noch kaisertreu

Die allgemeine Stimmung auf Norderney ist im Jahr 1913 noch kaisertreu. Auf dem Festkommers am 26. Januar 1913 zur Feier des Geburtstages von Kaiser Wilhelm II. im großen Saal der Gaststätte Frisia (heute KiK) feierten viele Norderneyer Bürger. Der 1872 gleich nach dem Krieg 1870/71 gegründete Norderneyer Kriegerverein hatte die Ausgestaltung des Festsaales übernommen.

Norderneyer Kriegerverein

Nach dem "Preußen-Marsch", gespielt von der Kapelle des 2. Seebataillons aus Wilhelmshaven, begannen die Festreden. Dr. med. Thalheim hielt die Rede auf den Kaiser. Die Rede auf das Vaterland hielt Pastor Fischer und Rektor Jann Berghaus würdigte Heer und Marine. Danach wurde gemeinsam das Lied "Heil die im Siegerkranz" gesungen. Die Liedertafel Eintracht und der Männer-Turnverein haben an diesem Abend viele Einlagen dargebracht. Die Liedertafel sang patriotische Lieder wie "Gebet für Kaiser und Reich" sowie "Mein Lieben", "Studenten-Nachgesang" und vieles mehr.

"Ihr müsst mich kennen"

Besonders hörbar wurde das "Lied eines Norderneyers" mit dem Text "Ich bin aus Norderney, ihr müsst mich kennen: Wo man von deutschen Nordseebädern spricht..." gesungen. Musik: "Ich bin ein Preuße", Text von G. F. W. Gentrich.

Der Männer-Turnverein zeigte Turnübungen am Barren, Kraftübungen auf der Matte und Stabübungen. Zum Schluss der Veranstaltung, so gegen 1 Uhr, wurde auch an die Frauen gedacht, indem die Liedertafel "Frauen sind des Lebens Zier" sang.

Das Gruppenfoto des Norderneyer Kriegervereins (unten rechts auf der Seite) zeigt sehr viele Männer im besten Alter. Fast jeder junge Norderneyer im Wehrdienstalter, der seine Rekrutenausbildung (Dienstzeit zwei Jahre) beendet hatte, trat dem hiesigen Kriegerverein bei. Ihre Schirmmützen aus der Dienstzeit durften die Soldaten behalten und als äußerliche Verbundenheit zu ihrem Verein wurde diese Kopfbedeckung bei Veranstaltungen und Umzügen auch getragen.

Auf Arbeitssuche

Nach der Rekrutenausbildung in Friedenszeiten wurden die meisten jungen Männer als Musketier oder Gefreiter entlassen und bekamen einen Militärpass und ein Führungszeugnis ausgehändigt. Stand im Führungszeugnis unter Betragen "recht gut" und unter Strafen "keine", so war dieses Stück Papier der beste Leumund, den damals ein junger Mann vorweisen konnte. Diese Beurteilung öffnete dem Inhaber Tür und Tor zu einer Weiterbildung in seinem erlernten Beruf und auch eine Einstellung im öffentlichen Dienst wurde mit einem guten Führungszeugnis etwas leichter gemacht. Da auch auf Norderney damals das "Obrigkeitsdenken" vorherrschte, wurde meistens bei einer Anstellung die Frage gestellt: "Haben Sie auch gedient?"

Drogist Hermann BeckmannRanghöchster Norderneyer

Der Drogist Hermann Beckmann (Drogerie in der Poststraße) wurde nach Beendigung seiner Rekrutenzeit gar als Feldwebel-Leutnant (heute Hauptfeldwebel) entlassen. Diesen Dienstgrad trug er auch als Kompanieführer der "Inselwache" und war gleichzeitig Stellvertreter von Hauptmann Schütze. Beckmann war damals der ranghöchste gebürtige Norderneyer Landsturmmann des Inselwachbataillions.


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